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Chronik der Feuerwehr Eichberg


Als der Herr das Weltgetriebe  schuf voll Licht und Sonnenschein, setzte er die Nächstenliebe als Menschheit Engel ein. Sorgen schaut sie in die Weite über Land und Wogenflut, rief dann helfend sich zur Seite Männerkraft und Tatenmut.

“ Geht und legt die Flammenwehre“ , sprach sie “ in des Bürgers Hand, bildet freie Friedensheere für das ganze Vaterland“.

Das sind die ersten Zeilen einer Widmung aus dem “ Ehren- und Urkundebuch“ des Gründungsjahr 1886. Hier wird die Nächstenliebe als Beweggrund für die Gründung einer Hilfsorganisation, wie die Feuerwehren sind, genannt.

Das sich die Hilfe einmal nicht nur auf die Bekämpfung von Feuersnöten beschränken werde, konnte der Verfasser zu seiner Zeit sicher nicht ahnen. Die Hilfeleistung bei Feuersbrunst wurde im Laufe der Zeit noch durch den gesamten technischen Einsatzbereich, sowie  den Hilfsdienst bei Naturkatastrophen erweitert. Der Grundgedanke bei jedem Einsatz ist jedoch immer noch gültig, nämlich “ Dem Nächsten zu helfen“.  Obwohl viele Menschen meinen, dies sei eine Selbstverständlichkeit, sollte darauf hingewiesen werden, das jede Arbeit, die ein Feuerwehrkamerad in dieser Organisation leistet, freiwillig, unentgeltlich und in seiner Freizeit verrichtet wird. In einer Zeit, die von übertriebenen Ehrgeiz, Egoismus und Korruption beherrscht wird, kann daher nicht unbedingt von „Selbstverständlichkeit“ gesprochen werden. Darum soll dieses Chronik besonders auf die Leistungen der Feuerwehrmänner in der Vergangenheit und in der Gegenwart hinweisen. Natürlich wird die Feuerwehr von vielen Menschen in selbstloser Art unterstützt. Ohne die Spenden der gesamten Bevölkerung und die Unterstützung der Gemeinde, könnte diese nicht ihre Aufgaben erfüllen.

Im Jahre 1886 fanden sich die Männer in unserem Ort zusammen, um eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen, die bei Bränden und Katastrophen aller Art wirksam helfen kann. Dank des Einsatzwillens der Kameraden, durch die Mithilfe der Ortsbevölkerung und die finanzielle Unterstützung der Gemeinde konnte die Freiwillige Feuerwehr Eichberg auf den derzeitigen Stand gebracht werden.
Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrmänner bei Schulungen und Übungen trug wesentlich dazu bei, dass die Freiwillige Feuerwehr Eichberg im Einsatz, sowie auch bei Wettkämpfen große Erfolge erzielen konnte.
Die Freiwillige Feuerwehr wurde 1886 unter dem Bürgermeister Martin Schuster gegründet. Der erste Kommandant war Anton Röhrbacher.

Aufstellung vom Kommando der Feuerwehr Eichberg

Aufstellung aller Kommandanten
von der Gründung bis in die Gegenwart

Anton Röhrbacher
Michael Schölm
Anton Vogler
Josef Hobiger 1922 – 1925
Karl Leitner 1925 – 1932
Karl Preisinger 1932 – 1934
Leopold Laister 1934 – 1962
Anton Leitner 1962 – 1968
Johann Pichler 1968 – 1976
Anton Winter 1976 – 1986
Friedrich Eder 1986 – 2001
Reinhard Pichler 2001 – 2015
Patrick Speckmayer 2016 – heute

Aufstellung aller Kommandanten Stellvertreter
von der Gründung bis in die Gegenwart

Karl Leitner
Michael Schölm 1928 – 1937
Johann Preisinger 1937 – 1947
Franz Müllner 1947 – 1962
Johann Pichler 1962 – 1968
Karl Sommer 1968 – 1971
Johann Bauer 1971 – 1974
Alois Koppensteiner 1974 – 1976
Anton Schölm 1976 – 1978
Hermann Raab 1978 – 1986
Roman Hinger 1986 – 2001
Thomas Pichler 2001 – 2018
Thomas Fegerl 2018 – heute

Aufstellung aller Verwalter
von der Gründung bis in die Gegenwart

Eine Zeit lang bestand der Verwaltungsdienst aus 2 Personen, Kassier und Schriftführer
Anton Wielander
Michael Winter
Franz Wielander
Franz Wally 1946 – 1961
Franz Stöckl 1962 – 1967
Heinrich Stöckl 1962 – 1967
Anton Raab 1965 – 1967
Heinrich Stöckl 1968 – 1975
Alois Koppensteiner 1976 – 1991
Anton Leitner 1991 – 1994
Andreas Winter 1994 – 2001
Jürgen Pichler 2001 – 2003
Andreas Winter 2003 – 2006
Rudolf Schuster 2006 – 2011
Thomas Winter 2011 – heute

Soweit es die vorhandenen Aufzeichnungen erlauben, werden nun einige markante Ereignisse im Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Eichberg angeführt.
Der Bau des Feuerwehrdepots war eine der ersten Aufgaben der jungen Feuerwehr. Die Ausrüstung bestand vorerst aus einer Handdruckspritze. In der Dorfchronik wird als erste große Bewährungsprobe die Brandkatastrophe vom Mai 1893 erwähnt. Dabei wurden die Häuser Nr. 28,29,30,31 und 33 vollständig eingeäschert. Eines der größten Probleme bei der Brandbekämpfung in dieser Zeit war das rasche Übergreifen des Feuers auf andere Objekte durch Funkenflug. Dieser wurde wieder durch die Stroh- und Schindeldächer besonders gefördert. Oft kam es daher vor, das Häuser, die gar nicht in der unmittelbaren Nachbarschaft lagen, in Brand gerieten. Die damaligen Löschgeräte waren auch noch nicht in dem Ausmaß wie sie es heute sind, zur raschen Brandlöschung geeignet. Der nächste große Brand im Jahre 1903, wobei die Häuser Nr. 11, 14 und 16 betroffen waren. Brände im Jahre 1910 und 1912 erforderten immer wieder den Einsatz der Feuerwehr.
Doch die größte Katastrophe kam am 15 März 1914, als folgende Häuser Nr. 48, 47, 15, 24, 23, 25 und die Kapelle vernichtet wurden. Das Feuer entwickelte eine so große Hitze, daß sogar die Glocken zerschmolzen. 1924 brennt das Haus Nr. 24. Aber nicht nur genug Einsätze gab es, auch bauliche Veränderungen und Erweiterungen am Feuerwehrdepot wurden und werden bis heute laufend durchgeführt.
Unter der Führung des Kommandanten Karl Leitner vergab man in der am 13. Juni 1929 stattgefundenen Ausschußsitzung die Bauarbeiten für den Schlauchturm. Der Zimmermann Adolf Winter erhielt den Zuschlag.
1930 wurde der Ausrüstungsstand durch den Ankauf einer Motorspritze, Marke Breuer-Rosenbauer, entscheidend verbessert. Als Spritzenpatin fungierte Frau Justine Stöckl. Bereits ein Jahr zuvor hatte man durch Spendensammlungen die nötigen Mitteln beschafft. Damals wie heute war man auf die Großzügigkeit der Mitmenschen angewiesen.

Mit der am 15. März 1934 stattgefunden Wahl des Leopold Laister zum Kommandanten begann die längste Amtsperiode in der Geschichte der Feuerwehr Eichberg.

Im Juni 1935 wurde auf Anregung von Feuerwehrkommandant Ludwig Seidl aus Alt-Weitra eine Vereinsfahne angeschafft. Am Ankauf beteiligten sich neben der Feuerwehr Alt-Weitra noch die Wehren aus Eichberg, Unserfrau und Unterlembach. Anlässlich des Bezirksfeuerwehrtages im Juli 1935 in Alt-Weitra wurde die Fahne eingeweiht. 1936 feierte man in Eichberg das 50 jährige Bestandsjubiläum.

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Die schreckliche Zeit des zweiten Weltkrieges forderte auch in den Reihen der Feuerwehr Eichberg seine Opfer. Bis heute gedenken die Feuerwehrmänner alljährlich zu Allerheiligen beim Kriegerdenkmal der gefallenen und verstorbenen Kameraden.

Nach dem Krieg geht die Motorspritz DKW-Flader wieder endgültig in das Eigentum der Feuerwehr über. Ein weiteres Jubiläum feierte man im Jahre 1951, nämlich das 65 jährige Bestandsjubiläum. Die ganze Welt begann nun einen Wiederaufbau. Auch die Feuerwehrmänner in Eichberg verbesserten ihre Ausrüstung und erweiterten das Depot. 1953 wurde von Radio Böhm um 6000 Schilling ein LKW angekauft. Der „Dodge“ wurde in mühsamer Arbeit neu hergerichtet, wobei Wagnermeister Franz Stöckl für den Aufbau Holz als Rohmaterial verwendete. Das Ergebnis sehen wir auf dem Foto.

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Ein weiteres großes Vorhaben, der Garagenbau, wurde 1954 abgeschlossen. Autoankauf, Reparatur und Zubau forderten wieder viel Einsatzbereitschaft und Spendenfreudigkeit der Feuerwehrmänner und der gesamten Bevölkerung. Anlässlich des 68 Gründungsfestes wurden Auto und Feuerwehrhaus geweiht.

Feuerwehrhaus 1954

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Mannschaft 1954

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1962 wurde Anton Leitner zum Kommandanten gewählt. Im darauffolgenden Jahr kommt es in Eichberg wieder zu einem größerem Einsatz. Die Ortskapelle wurde durch Brand im Innenraum vollständig zerstört. 1966 war der nächste große Brand, betroffen war das Haus Layr.

Der Ankauf der Tragkraftspritze TS750, Marke Rosenbauer und des Löschfahrzeuges FK 1000, Marke Ford erhöhte die Schlagkraft der Feuerwehr. 1967 wurde im Rahmen eines großen Sommerfestes die Motorspritze und Autoweihe vorgenommen.

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Das Jahr 1967 war auch in anderer Hinsicht noch von großer Bedeutung für die Feuerwehr Eichberg. Unter der Führung von Hauptbrandmeister Franz Pichler wurde eine Wettkampfgruppe gebildet. Diese Wettkampfgruppe war Vorbild für viele junge Feuerwehrmänner. Unzählige Übungen brachten auch sehr viele Erfolge, wie die Pokalsammlung weist. Besonders erwähnenswert ist der 52. Platz unter 1000 teilnehmenden Gruppen bei den Landeswettbewerben 1968 in Klosterneuburg. Die gute Arbeit dieser Gruppe, allen voran HBM Franz Pichler, führte auch dazu das bei einem gegenwärtigen Mannschaftsstand von 43 Aktiven und 6 Reservisten, 6 Leistungsabzeichen in Gold und 32 das Leistungsabzeichen in Silber erworben haben. In den letzten Jahren erwarben vier Feuerwehrkammeraden auch das Wasserleistungsabzeichen in Silber.

Aber die Feuerwehr bewährte sich nicht nur bei den Wettkämpfen, sondern auch bei Einsätzen. Wie im Jahre 1969 beim Brand des Hauses Nr. 8. 1969 wurde auch ein großes Fest gefeiert, wobei die Bezirkswettkämpfe stattfanden.

Unter dem Kommandanten Johann Pichler wurde das Gerätehaus wieder einmal erweitert, um den ständig wachsenden Fahrzeugstand unterbringen zu können. Der zu einem Feuerwehrfahrzeug umgebaute „Opel Blitz“ mit dem ursprünglichen Baujahr 1941 wurde in den Dienst der Feuerwehr Eichberg gestellt. Von der Feuerwehr Laa/Thaya wurde das Tanklöschfahrzeug Steyr 480, Baujahr 1961 gekauft. Dieser Ankauf stellte eine große finanzielle Belastung für die Feuerwehr Eichberg dar. Es kam zu „Turbulenzen“ in der Führungsspitze.

Am 3. Jänner 1976 wurde ein neues Kommando gewählt. Nachdem einige Wahlgänge ergebnislos verlaufen waren, wurde der neue Kommandant Anton Winter gewählt. Unter seiner Führung wurden die Schulden der Feuerwehr getilgt. Als es galt einen Kredit aufzunehmen und dafür zu bürgen, bewies sich die große Kameradschaft innerhalb der Wehr. Viele Mitglieder unterschrieben den Schuldschein. 1976 wurde eine Reihe von Veranstaltungen abgehalten. Der Faschingsumzug war mehrere Jahre ein großer Erfolg. In diesem Jahr wurde auch erstmals eine Sonnwendfeier am Auberg veranstaltet. Kühle Witterung blieb diesem Fest 10 Jahre lang treu. Doch immer wieder fanden sich wetterfeste Besucher, die der Feuerwehr Eichberg ein Defizit ersparten.

1978 wurde die Feuerwehr Eichberg mit der Ausrichtung der Bezirkswettkämpfe betraut.

Eine neuerliche Verbesserung der Ausrüstung bedeutete der Ankauf des Kleinrüstfahrzeuges VW 291 Kasten mit Ausrüstung der Firma Rosenbauer. Eigenmittel und Förderungen der öffentlichen Hand ermöglichten den Erwerb im Jahre 1980. Da der FK 1000 verkauft wurde, benötigte man für die Motorspritze einen Löschanhänger, der 1981 von der Feuerwehr Raxendorf erworben wurde. Die Uniformierung konnte in diesen Jahren ebenfalls wesentlich verbessert werden.

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23. bis 26. August 1984 fanden die 28. Nö landeswasserwehrleistungsbewerbe in Vestenpoppen-Wohlfahrts, Bezirk Waidhofen an der Thaya statt. Dabei erreichten die Feuerwehrkameraden Eder Friedrich und Hinger Roman den Ausgezeichneten 4. Platz.

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1985 begannen bereits die Vorbereitungen für das hundertjährige Bestandsjubiläum.

Am 3. Jänner 1986 wurde ein neues Kommando der Freiwilligen Feuerwehr Eichberg gewählt. Kommandant Friedrich Eder und Stellvertreter Roman Hinger begannen mit viel persönlichen Einsatz ihre Tätigkeit. In kürzester Zeit wurden Feuerwehrdepot und die angrenzende Kanzlei renoviert.

Hundert Jahre Freiwillige Feuerwehr Eichberg bedeuten eine ständige Verbesserung der Ausbildung und der Ausrüstung ihrer Feuerwehrmänner. Auch der  Neubau  und die Renovierungen am Feuerwehrhaus  in den letzten 100 Jahren, prägen den Zusammenhalt und die Bereitschaft in der Feuerwehr Eichberg.

 Mit Anlass des 100-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Eichberg wurden im Jahr 1986 die Bezirksfeuerwehrwettkämpfe in Eichberg abgehalten. Auch ein neuerlicher Umbau des Feuerwehrhauses erfolgte in diesem Jahr.

1986

1989 wurde ein KLF-A der Marke Ford angeschafft, ebenso 1989 wurde ein Anhänger der Marke Steininger für den Autotransport gekauft. Mit dem KLF-A hatte man nun genügend Platz für die Atemschutzgeräte und die Tragkraftspritze. Zu diesen Zeiten gingen die Brandeinsätze zurück und vermehrt mussten Technische Einsätze bewältigt werden, denn der Verkehr wurde stets mehr und die Verkehrsunfälle stiegen. 1993 wurde ein hydraulischer Rettungssatz angekauft, um bei der Menschenrettung effizienter zu sein. Die Feuerwehrmänner holten sich bei Schulungen und Übungen die Erfahrungen um bei den Einsätzen richtig zu reagieren. Gerade Unfälle auf der B41 enden leider trotzdem manchmal tragisch.

Die Wettkampfgruppen der Feuerwehr Eichberg erzielten in den vielen Jahren ausgezeichnete Erfolge, wie man anhand vieler Pokale sehen kann. Seit 1991 bestanden einige Jahre sogar zwei Wettkampfgruppen in der Feuerwehr Eichberg.

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Im Jahr 1991 wurde erstmals eine Jugendfeuerwehr gegründet. Der erste Jugendführer der Feuerwehr Eichberg war HBM Franz Pichler, der mit den Jugendlichen übte und auf einige Bewerbe fuhr. Diese Jugendfeuerwehr hielt 4 Jahre, danach war der letzte Jungfeuerwehrmann in den Aktiven Dienst gestellt worden. Es ergaben sich keine neuen Zugänge der Jugend mehr und das Thema Jugendfeuerwehr ruhte wieder.

In den Jahren 1993 bis 2000 wurde viel Geld in die Ausrüstung und Gerätschaften der Feuerwehr Eichberg investiert: neue Spinde für den Mannschaftsraum, Helme, Einsatzbekleidung, Atemschutzgeräte, Schläuche usw.

1995 wurde ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug 2000 der Marke Mercedes von der Feuerwehr Miesenbach/ Waidmannsfeld angekauft.

Fuhrpark 1995

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Mannschaft 1995

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1998 wurden Pager zur Alarmierung angeschafft. Dadurch erzielte man eine schnellere Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Eichberg.

1999 erfolgte die Restoration der Vereinsfahne der Feuerwehren aus der Pfarre Unserfrau aus dem Jahr 1935. Alle Feuerwehren der Pfarre Unserfrau beteiligten sich an den Kosten.

Im Jahr 1999 wurden in Eichberg die Abschnittswettkämpfe des Bezirkes Gmünd abgehalten. Bei diesen Wettkämpfen erreichte die Wettkampfgruppe der Feuerwehr Eichberg einen Spitzenerfolg. Sie errangen in Bronze und Silber jeweils den 1. Platz.

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2000 wurde die Alarmierung der Feuerwehr Eichberg erweitert. Da nämlich die Pager sehr kostspielig waren, konnten nicht alle Feuerwehrmänner damit ausgestattet werden. Darum wurde nach einer Alternative gesucht, die mittels der Bluebox über Handyalarmierung gefunden wurde. So können Feuerwehrleute der Feuerwehr Eichberg über das eigene Handy alarmiert werden. Der Feuerwehr Eichberg sind dadurch sehr große Kosten erspart geblieben.

Unter der Leitung von Kommandant Friedrich Eder wurden die Vorbereitungen getroffen, um ein gefördertes Feuerwehrfahrzeug RLF-A 2000 für die Feuerwehr Eichberg die zur Marktgemeinde Großdietmanns gehört zu erhalten. Trotz sehr vielen Verhandlungen war  bei der 1. Auslieferung vom Landesfeuerwehrverband NÖ die Marktgemeinde Großdietmanns nicht dabei.

Am 5. Jänner 2001 wurde ein neues Kommando für die Freiwillige Feuerwehr Eichberg gewählt. Aus dieser Wahl folgte Reinhard Pichler als neuer Kommandant der Feuerwehr Eichberg. Sein Stellvertreter wurde Thomas Pichler.

Einer der wichtigsten Verhandlungen des neuen Kommandos war dort anzuknüpfen, wo Friedrich Eder aufgehört hatte. Bei einer zweiten Ausschreibung für ein gefördertes RLF-A 2000 vom Landesfeuerwehrverband NÖ setzte die Feuerwehr Eichberg alles daran, um diesmal einen Erfolg zu erzielen. Da das Rüstfahrzeug VW Baujahr 1980 schon in die Jahre gekommen war, war es notwendig, ein neues Fahrzeug für Technische Einsätze zu bekommen. Mit Hilfe von Herrn Bürgermeister Johann Weissenbök der Marktgemeinde Großdietmanns schaffte das Kommando der Feuerwehr Eichberg, dass die Zuweisung des Feuerwehrfahrzeuges RLF-A 2000 an die Marktgemeinde Großdietmanns fiel.

2002 Das Jahrhundert Hochwasser

Am 7. August 2002 in den frühen Morgenstunden war die Feuerwehr Eichberg mit einen Hochwasser Einsatz an der Lainsitz gefordert. Der Wasserpegel stieg rasant immer höher. Die Heumühle und die Häuser im Ledertal waren sehr von den Wassermassen betroffen. Die Lainsitzbrücken waren gesperrt, die Schöberleiten, war nicht mehr zu erreichen und die Brücke in der Heumühle wurde weggerissen. Erst am 8. August 2002 nachmittags gingen die Wassermassen wieder langsam zurück. Die Zerstörung im ganzen Lainsitzgebiet war enorm. Die Medien sprachen von einem Jahrhundert Hochwasser auch die ältesten Dorfbewohner hatten so ein Hochwasser bei uns noch nicht erlebt.

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2005 erhielt die Feuerwehr Eichberg das neue Feuerwehrfahrzeug RLFA-2000. Dieses Fahrzeug wurde zu 60 % vom Land gefördert. Der Rest wurde von der Marktgemeinde Großdietmanns und der Freiwilligen Feuerwehr Eichberg zu gleichen Teilen finanziert.

Durch den Ankauf des RLF-A 2000 Marke Mercedes wurde das alte Rüstfahrzeug VW ausgeschieden. Auch das Tankfahrzeug 2000 Marke Mercedes wurde verkauft, weil durch das neue Fahrzeug der Technische Einsatz und die Brandbekämpfung durch den 2000 Liter Tank gesichert war. Der Fuhrpark der Feuerwehr Eichberg verringerte sich daher von 4 Fahrzeugen auf 2 Fahrzeuge.

In den folgenden Jahren wurden einige Renovierungen des Feuerwehrhauses durchgeführt. Die Ausrüstungsgegenstände sowie die Bekleidung wurden immer wieder erneuert.

2011 war Anlass zur Feier für die Feuerwehr Eichberg: das 125-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Eichberg. Ebenso wurden die Abschnittswettkämpfe des Bezirkes Gmünd in Eichberg abgehalten.

2012 schied das Fahrzeug KLF-A der Marke Ford Baujahr 1989 aus dem Feuerwehrdienst aus. So entschied man sich für einen Neuankauf des KRF-A Marke Toyota. Da immer mehr Technische Einsätze notwendig sind, wurde auf ein Kleinrüstfahrzeug gesetzt. Für die Motorspritze wurde ein Anhänger der Marke Alko umgebaut. Die Umbauarbeiten erfolgten durch eigene Feuerwehrmänner.

2014 war es wieder soweit in der Feuerwehr Eichberg: Unter BI Thomas Pichler als Jugendführer, wurde wieder eine Jugendfeuerwehr gegründet. Erstmals in der Geschichte, nach 128 Jahren des Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Eichberg, traten die ersten Frauen der Feuerwehr bei. Neben 5 Jugendfeuerwehrmänner gingen 3 Jugendfeuerwehrfrauen zur Jugendfeuerwehr. Zum Teil sind sie schon in den Aktiven Stand.

2015 wurde eine neue Sirene angeschafft, da die alte schon in die Jahre gekommen war und in manchen Teilen der Ortschaft Eichberg nicht mehr wahrgenommen wurde.

Am 15. Jänner 2016 wurden Neuwahlen des Kommandos in der Freiwilligen Feuerwehr Eichberg abgehalten. Patrick Speckmayer wurde der neue Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Eichberg.

2016 folgten zwei weitere Burschen zur Jugendfeuerwehr und im Dezember folgten zwei Mädchen zur Jugendfeuerwehr.

Mai 2016 war es auch soweit, dass die Freiwillige Feuerwehr Eichberg mit einer eigenen Homepage online ging, um auch die Mitmenschen an der Geschichte der Feuerwehr Eichberg teilhaben zu lassen.

Am 12. Jänner 2018 wurde die Neuwahl des Kommandant-Stellvertreter der Feuerwehr Eichberg abgehalten. Als neuer Kommandant-Stellvertreter wurde Thomas Fegerl gewählt.

2017 nach 12 jähriger Pause hat sich wieder eine Wettkampfgruppe gegründet, die an den Landesfeuerwehrwettkämpfen in Gastern teilnahmen.

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